Sonntag, 30.09.2018, 11:00 Uhr

Hieronymustag 2018: Von nah und fern? Wege der Lyrikübertragung aus dem Georgischen

Weltlesebühne e.V.,  Hieronymustag 30. September 2018

 

Von nah und fern? Interlinearversion und Nachdichtung

als Wege der Lyrikübertragung aus dem Georgischen

 

Lesung und Gespräch mit Norbert Hummelt und Bela Chekurishvili

zu den Lyrikbänden „Wir, die Apfelbäume“ und „Barfuß“

Moderation: Gundula Schiffer

 

In Zusammenarbeit mit der Lengfeld’schen Buchhandlung,

mit freundlicher Unterstützung des Kulturamts der Stadt Köln,

gefördert von TOLEDO –

ein Programm der Robert Bosch Stiftung und des Deutschen Übersetzerfonds

 

Im Literaturbetrieb gibt es derzeit ein besonderes Interesse an der Lyrikübertragung bzw. Nachdichtung: Initiativen wie „Poesie der Nachbarn – Dichter übersetzen Dichter“, der renommierte Erlanger Preis für „Poesie als Übersetzung“ ebenso wie die Aufnahme von „Nachdichtungen“ ins „Jahrbuch der Lyrik“ zeugen von dieser Tendenz. Hierdurch geraten auch die verschiedenen Modi der Lyrikübertragung in den Blick. Fragen nach der Freiheit, der Verantwortung, der poetischen Motivation und der „Kongenialität“ des Übersetzers werden diskutiert. Denn Nachdichtungen entstehen häufig aus der eigenen Faszination für ein bestimmtes Werk. Eine Voraussetzung gerade für eine gelungene Lyrikübertragung ist es offenbar, dass der Text den Übersetzer persönlich anspricht.

Angesprochen fühlte sich auch der Lyriker Norbert Hummelt, der Gedichte der georgischen Lyrikerin Bela Chekurishvili auf Grundlage einer Interlinearversion ohne eigene Kenntnisse der georgischen Sprache nachgedichtet hat. Moderiert von Gundula Schiffer sprechen Norbert Hummelt und Bela Chekurishvili über die literarische Tradition, das Inspirierende, aber auch die Herausforderungen und das Angreifbare des Nachdichtens.

Eintritt frei!

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