Dienstag, 08.01.2019, 19:30 Uhr

Iwan Gontscharow, "Oblomow", T.21

Iwan Gontscharow, Oblomow

Vollständige Lesung

Es liest: Helge Heynold

Übersetzung: Vera Bischitzky

Carl Hanser Verlag, 838 S., 34,90 €

Wenn einer weiß, was nötig ist, und es trotzdem nicht tut, dann leidet er an Oblomowerei. Gontscharows Meisterwerk ist heute zeitgemäßer denn je: Mit der Figur des lebensuntüchtigen Oblomow, der lieber seine Tagträume pflegt, als Ordnung in seinem Leben zu schaffen, hat Gontscharow eine prophetische Figur der modernen Welt geschaffen. Nicht nur in Politik und Wirtschaft ist das sprichwörtlich gewordene Laster zur Krankheit unserer Gegenwart geworden. Die Neuübersetzung des Klassikers aus Russland schafft den Witz, die Originalität, aber auch die tragische Tiefe von Oblomows Schicksal neu und ist dabei provozierender als mancher Gegenwartsroman.

 

Iwan Aleksandrowitsch Gontscharow wurde am 18.6. 1812 in Simbirsk als Sohn eines Kaufmanns geboren. Nach dem Studium der Literatur war er einige Jahre im Staatsdienst tätig. Seine Karriere als gefeierter Romancier des russischen Realismus begann 1847 mit dem ersten Roman Eine alltägliche Geschichte und erreichte ihren Höhepunkt mit Oblomow (1859). Gontscharow starb am 27. 9. 1891 in St. Petersburg.

Helge Heynold, Jahrgang 1949, studierte Schauspiel an der Staatlichen Hochschule in Hannover. Er arbeitet als Sprecher, Regisseur und Redakteur für hr2-Kultur und ist als Berater für Autoren, Sprecher und Moderatoren tätig. Seine Hörbücher sind u. a. bei Hörbuch Hamburg, Der Hörverlag und steinbach sprechende Bücher erhältlich.

In der Lengfeld’schen Buchhandlung waren seine letzten Projekte die komplette Lesung von Fernando Pessoas Buch der Unruhe und Cervantes‘ Don Quijote.

 

 

Diese Veranstaltung ist kostenlos.

Dies wird u.a. ermöglicht durch die

Literaturfreunde der Lengfeld‘schen Buchhandlung e. V.

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Weiterer Veranstaltungspartner: Kulturamt der Stadt Köln

 

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